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Gepostet von: ein angehender Mediziner am 11.Oktober 2002 um 18:29:59:
Antwort auf: der neuste Stand der Dinge von Achim am 09.Oktober 2002 um 20:15:31:
Ob nun diese Geschichte wahr ist oder nicht kann und will ich auch nicht beurteilen. Sie kann aber, auch vom dem medizinischen Standpunkt aus, durchaus realistisch sein. Schwangerschaft und Magersucht ist eine sehr gefährliche Kombination für Mutter und Kind. Ich habe in medizinischen Zeitschriften nach langem Suchen nur einen Artikel zu diesem Thema gefunden. Da wurde eine magersüchtige Frau kurz vor dem generellen Ausbleiben der Regel, also schon im fortgeschrittenem Magerstadium ungewollt, schwanger. Bei einer Abtreibung wäre auch ihre Magersucht aufgefallen und behandelt worden. Davor hatte sie Angst. Sie dachte, das Kind würde verhungern und schließlich von alleine abgehen, wenn sie nur weiter hungert. Sie trug das Kind aber ganz regulär 9 Monate aus und hungerte während dieser Zeit exzessiv. Als sie zur Entbindung ins Krankenhaus kam wog sie nur noch 37 kg. ( keine Angabe ihrer Körpergröße). Das Baby war also keine Frühgeburt, war aber mit nur 1720 g stark untergewichtig und musste sofort und anschließend auch langfristig behandelt werden. Ich will hier nicht weiter ins Details gehen. Es ist also durchaus möglich, daß Magersüchtige Frauen Kinder austragen und die zusätzliche starke Belastung ihres Körpers überstehen. Die Geburt selbst ist das größte Risiko, weil sie Energie benötigt, die nicht mehr vorhanden ist. Ein Kaiserschnitt-Eingriff ist ebenfalls sehr risikoreich. Es ist und bleibt aber unverantwortlich dem Kind gegenüber !!! Es hat einen denkbar ungünstigen Start und viele Schädigungen werden erst später sichtbar. Ein Mangel hat immer Folgen. Ich könnte hier eine ganze Liste von garantierten und eventuellen Schädigungen aufführen. Je mehr ich darüber nachdenke hoffe ich, daß es sich hier nur um ein krankhaftes Fantasiegebilde handelt, deren Schreiber unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte.
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